Komplementärmedizin
Komplementär-
medizin

Komplementärmedizin

Komplementärmedizin bedeutet: „ergänzende Medizin“. In diesem Sinne wird sie von uns mit überzeugendem Erfolg eingesetzt. Chiropraktik und Osteopathie zum Beispiel: das sind ganzheitliche manuelle Therapieformen, die bei vielen Gesundheits- und Rittigkeits-Problemen eingesetzt werden können. Dabei untersuchen wir den Bewegungsapparat wie auch andere Gewebe mit den Händen und üben Druck auf blockierte bzw. verspannte Stellen aus. Manche Beschwerden lassen sich nach nur einer Behandlung beheben. Chronische Leiden brauchen erfahrungsgemäß länger. Der Erfolg hängt aber von vielen Faktoren ab – von der Schwere der Erkrankung bis hin zum begleitenden Bewegungs-Training. Im Idealfall reichen sechs Behandlungen. Optimalerweise werden die komplementären Heilmethoden mit einer Bewegungstherapie kombiniert, damit die neue Mobilität der Gelenke in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Diese wie auch alle anderen Therapien sollten sie nur von einem Arzt mit jahrelanger intensiver Erfahrung durchführen lassen.

Leistungen

Osteopathie

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine ganzheitliche Heilmethode, deren Grundlage manuelle Diagnose- und Therapiemethoden sind.

"Bewegung ist Leben" - ein wichtiger Leitsatz der Osteopathie

Dieser Grundgedanke bezieht sich auf alle Strukturen des Körpers (Gelenke, Muskeln, Bindegewebe, Nerven, Organe, Körperflüssigkeiten). Wenn Bewegung bzw. Beweglichkeit dieser Strukturen gestört ist, entwickeln sich daraus Krankheiten. Befinden sich die Strukturen des Körpers in einem Zustand bestmöglicher Bewegung und harmonischem Zusammenwirken, entsteht daraus Gesundheit. Die Osteopathie wurde 1874 von dem Amerikaner Andrew Taylor Still der Öffentlichkeit vorgestellt. Anfang der 1980er Jahre wurden die Erkenntnisse der Human-Osteopathie von Dominique Giniaux auf das Pferd übertragen. Dominique Giniaux gilt weltweit als der "Vater der Pferdeosteopathie", da er der Erste war, der diese Techniken bei Pferden anwendete. Es gibt vier klassische Teilgebiete in der Osteopathie. (In jüngster Zeit entwickeln sich neue Teilgebiete oder spezialisierte untergeordnete Techniken wie die Biodynamische Osteopathie von James Jealous.)

  • Die strukturelle Osteopathie wird bei Störungen des Bewegungsapparates (Skelett, Muskulatur, Gelenke) eingesetzt.
  • Die fasziale Osteopathie findet bei Störungen Anwendung, die von den Körperfaszien (= bindegewebige Hüllen) ausgehen.
  • Die viszerale Osteopathie kommt bei Störungen, die von den Organsystemen und ihren bindegewebigen Kontakten zueinander ausgehen, zum Einsatz.
  • Mit der kraniosakralen Osteopathie werden Störungen behandelt, die von den Bewegungen des Schädelknochens und des Kreuzbeins sowie ihrer schlauchartigen Verbindung über den Rückenmarkkanal ausgehen.

Es liegt in der Kunst des Therapeuten, welche Technik er anwendet oder ob er mehrere dieser Techniken miteinander verbindet. In der Vielfalt der hier sich bietenden Möglichkeiten liegt die Stärke der Osteopathie. Ziel der osteopathischen Behandlung ist die Wiederherstellung des gestörten Gleichgewichts und die Stimulation der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Chiropraktik

Die Chiropraktik (altgriechisch: "Hand-Tätigkeit") ist eine komplementärmedizinische, biomechanische Behandlungsmethode, die das Ziel verfolgt, die normale Beweglichkeit der Gelenke, besonders an der Wirbelsäule, wiederherzustellen. Dabei werden sowohl das gestörte Gelenkspiel ("joint play") als auch die Verschiebung ("Subluxation") berücksichtigt. Man spricht dabei von "Blockierung". Im Zentrum der Chiropraktik steht somit die gestörte Funktion der Wirbelsäule und die Auswirkung dieser Störungen auf das Nervensystem und den Gesamtorganismus. Daraus folgt, daß nach Wiederherstellung der Beweglichkeit eines blockierten Gelenkes als wichtigster Effekt die Aktivierung des Nervensystems und alle daraus resultierenden positiven Folgen auf den Organismus (Muskulatur, Organe, Stoffwechselsysteme) zu sehen ist.


Daniel David Palmer (1845−1913) war der Begründer der Chiropraktik. In der Literatur heißt es, dass er dafür folgendes Schlüsselerlebnis hatte:

Harvey Lillard, der Pförtner des Rayan-Blockhauses, in dem ich meine Praxis hatte, war schwerhörig. Er hörte nicht mehr das Gerattere eines Pferdefuhrwerks auf der Straße und nicht mehr das Ticken seines Weckers. Ich wollte wissen, woher diese "Taubheit" kam, da sagte er zu mir, dass er etwas Schweres gehoben habe, in einer verkrampften, gebeugten Haltung. Er hätte dann das Gefühl gehabt, dass etwas abgedrückt worden sei in seinem Rücken, und unmittelbar danach sei er taub geworden. Die Untersuchung ergab: Ein Wirbel war abgedrängt aus seiner normalen Lage. Ich dachte mir, wenn der Wirbel wieder richtig sitzen würde, dann müsste das Gehör des Mannes wieder funktionieren. Mit diesem Ziel vor Augen, versuchte ich − in einem halbstündigen Gespräch –, Herrn Lillard davon zu überzeugen, dass er erlauben sollte, die Rückplatzierung vorzunehmen. Ich brachte den Wirbel in seine richtige Position, indem ich den Dornfortsatz (Proc. spin.) des Wirbels als Hebel verwendete, und kurz darauf konnte der Mann wie vorher hören. Daran war nichts Zufälliges, sondern es war die Vollendung eines bewussten Zieles, und das Resultat entsprach den Erwartungen.
So lautet die geschickte Gründungslegende. In Wahrheit wurde D. D. Palmer von Jim Atkinson aus Davenport in Iowa in dieser Behandlungsmethode ausgebildet. Um sie selbst vermarkten zu können, erfand er den Namen "Chiropractic".

D. D. Palmer erklärte das angeblich Neue an seiner Behandlungsmethode so: Die Grundprinzipien und die Prinzipien der Chiropraktik, die sich daraus entwickelt haben, sind nicht neu. Ich beanspruche dennoch, der Erste zu sein, der einen verschobenen Wirbel unter Verwendung der Dorn- und Querfortsätze (Proc. spin. u. trans.) als Hebel benutzt, wodurch der ausgerenkte Wirbel wieder seine normale Position erlangt. Von dieser Grundtatsache ausgehend, wurde eine Wissenschaft geschaffen, die dazu bestimmt ist, die Theorie und Praxis der Heilkunst zu revolutionieren. (Übersetzungen: D. Oesch)

Triggertherapie

In Kürze verfügbar.

Akupunktur

Unter Akupunktur versteht man die Reizung genau definierter Punkte an der Oberfläche des Körpers durch Nadelstiche und ggf. durch Abbrennen von Beifußkraut (Moxa). Je nach Technik erfolgt das Nadeln entweder ausleitend oder anregend.

Geschichte

Akupunktur ist Teil der Chinesischen Medizin, wie sie vor über 3000 Jahren entwickelt wurde, ursprünglich zur Schmerzbekämpfung bei akuten Verletzungen. Die ersten Behandlungen erfolgten mit Knochensplittern, z.B. aus Schildkrötenpanzern, das Behandlungsvorgehen wurde durch Orakelbefragung entschieden. Die fruchtbarste Entwicklung der Chinesischen Medizin fand zur sogenannten Achsenzeit um 500 v. Chr. statt. Ihr philosophisches Fundament ist die Yin-Yang-Philosophie, dargelegt im ältesten chinesischen Weisheitsbuch, dem Yi Jing („das Buch der Wandlung“), um 700 v. Chr.. Ferner gibt es Einflüsse aus der konfuzianischen und daoistischen Weltsicht: so findet sich auch bei Konfuzius ein Entsprechungsdenken, wenn er sagt, ein Staat sei nur so gut oder gesund wie seine Bürger oder eine Familie wie ihre einzelnen Mitglieder. Im Daoismus herrscht eine ausgefeilte Naturphilosophie vor, wonach der Mensch nichts bewirken kann, wenn er sich nicht aktiv im Einklang mit der Natur verhält, was sich in dem Ausspruch wu wei er zhi, (tue nichts und alles wird geregelt) reflektiert. Die erste genaue Beschreibung der Akupunktur erfolgte um 200 n. Chr. im Huang Di Nei Jing (des Gelben Kaisers Klassiker der Inneren Medizin). Es gibt heute rund vierhundert Akupunkturpunkte auf zwölf Haupt- und acht Extraleitbahnen (Meridiane) mit vielen kleineren Verbindungsmeridianen.

Es gibt Hinweise, dass die fruchtbarste Entwicklungszeit der Chinesischen Medizin zur sogenannten Achsenzeit um 500 v. Chr. liegt. Ihre philosophische Fundierung kennt die Chinesische Medizin mit der sogenannten Yin-Yang-Philosophie, wie sie im Yi Jing - dem Buch der Wandlung, das um 700 v. Chr. entstanden ist, niedergeschrieben ist. Ferner gibt es den Einfluss konfuzianischer und daoistischer Konzepte: die Idee des mittleren Weges, zhong yong, die Analogie zwischen oben und unten (der himmlische Weg, tian dao, und der menschliche Weg, ren dao) und die Idee des harmonischen Zusammenspiels zwischen Natur und Gesellschaft, tian ren he yi.

Die erste dezidierte Beschreibung der Chinesischen Medizin und der Akupunktur bei schwerpunktmäßiger Integration naturphilosophischer und gesellschaftsphilosophischer Ansichten erfolgte um 200 n. Chr. mit dem Huang Di Nei Jing - des Gelben Kaisers Klassiker des Inneren (in zwei Bänden: Su wen und Ling shu); um 1000 n. Chr. war die Chinesische Medizin von ihren medizinphilosophischen Grundlagen her abgeschlossen. Es gab nun rund vierhundert Akupunkturpunkte auf zwölf Haupt- und acht Extraleitbahnen (Meridiane) und vielen kleineren Verbindungslinien (Kollaterale).

Wirkungsverständnis: Yin, Yang und Qi

Der Mensch lebt in einem polaren, sich im rhythmischen Wechselspiel durchdringenden Verhältnis zweier Kräfte, die als Yin und Yang bezeichnet werden: Yin symbolisiert den Struktur schaffenden, rezeptiven, zusammen haltenden Aspekt, Yang den aktiven, dynamischen, zerstreuenden. Wie das Wechselspiel von Tag und Nacht, Sonne und Regen, bedingen sich laut Yi jing beide, so dass der Zustand des einen letztlich durch die Abwesenheit des anderen hervortritt: yi yin yi yang (einmal Yin, einmal Yang) Das Zusammenspiel von Yin und Yang kreiert eine dritte Kraft: Qi.. Das gesunde Qi (zheng qi) zirkuliert in den Meridianen (jing luo) und wird in den inneren Organen (zang fu) gespeichert. Durch die Akupunkturpunkte dringt es an die Oberfläche und steht so im Austausch mit dem kosmischen Qi. Im Körper herrschen verschiedene Arten von Qi: am wichtigsten sind das angeborene Yuan Qi, das ernährungsabhängige Ying Qi und das abwehrkräftigende Wei Qi. Wei Qi lässt sich durch Akupunktur leicht beeinflussen, auf der Ebene des Ying Qi kommen weitere - diätetische - Maßnahmen hinzu, und die Ebene des Yuan Qi reflektiert einen konstitutionellen Aspekt, der auch Raum für eine (chinesische) psychosomatische Therapie eröffnet.

Akupunkturtherapie

Aus Sicht der Chinesischen Medizin ist der Einzelne kein geschlossenes System, sondern Spielball mächtiger kosmischer Rhythmen. Gesundheit ist das Funktionieren dieser Beziehungen, einschließlich der sich daraus ableitenden zwischenmenschlichen und sozialen Interaktionen. Krankheit bedeutet das Verlassen einer von der Natur vorgegebenen Bandbreite, innerhalb derer sich das menschliche Leben abspielen muss. Alan Watts hat hierfür das Bild eines Balls im Bett eines Wildbaches geprägt, dessen ganzes Bestreben dahin geht, nicht aus „dem Lauf des Wassers“ (Buchtitel) herausgeschleudert zu werden. Durch eine Akupunkturtherapie, die sowohl alle Aspekte der menschlichen Konstitution als auch die aktuelle Problematik berücksichtigt, kann es wieder zu gesunden Austauschbeziehungen kommen. Akupunkturtherapie unterscheidet sich somit deutlich von der symptomatisch orientierten, hauptsächlich orthopädisch eingesetzten Schmerztherapie (Akupunkturanalgesie).


Anspruch aller in China verschiedenen Akupunkturschulen ist die sich ergänzende Behandlung symptomatischer und konstitutioneller Aspekte, je nachdem ob das akute oder das chronische Erscheinungsbild überwiegt. Bei chronischen Symptomen und entsprechenden Langzeittherapien muss der konstitutionelle Aspekt berücksichtigt werden. Für die Diagnostik des Konstitutionstyps gibt es verschiedene Einteilungen. Am bekanntesten sind die Fünf Elemente (wu xing), bei der die Funktion der inneren Organe in einem dynamischen Wechselverhältnis beschrieben wird.

Neuraltherapie

Unter Neuraltherapie versteht man den Einsatz von Lokalanästhetika an bestimmten Punkten, bestimmten Nervengeflechten oder Nervensträngen, mit dem Ziel, einen über die Dauer des Pharmakons hinausgehenden Effekt zu erzielen.

In den 50er Jahren hat schon Westhues mit einer umfassenden Arbeit über die Heilanästhesie in der Tiermedizin das Tor zur Neuraltherapie bei Tieren geöffnet. Seit 1956 hat sich Univ. Prof. Dr. Oswald Kothbauer sehr intensiv mit Neuraltherapie beschäftigt und diese Therapieform als Universitätsfach etabliert. Heutzutage ist Dr. Andreas Zohmann als einer der erfahrensten Neuraltherapeuten und Neuraltherapie-Ausbilder in der Tiermdizin anzusehen.

Homöopathie

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